Mitglieder-Information – Oktober 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Förderer
der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart!

In diesem ersten Rundschreiben nach der Sommerpause heißen wir Sie herzlich willkommen zurück und hoffen, dass Sie die vorlesungsfreie Zeit gut verbracht haben. Mit dem Oktober beginnt nun auch wieder das Semester an der Hochschule – und damit dürfen wir uns auch wieder auf regelmäßige Veranstaltungen in den Räumen der Hochschule und im Wilhelma Theater freuen.
    
Hier möchte ich natürlich zuallererst das Festival Resonanzräume im Hospitalhof Stuttgart empfehlen, dessen Eröffnungskonzert am Samstag, dem 1. Oktober die GdF unterstützt und das dem Komponisten Johannes Brahms gewidmet ist, dessen 125. Todestag wir in diesem Jahr gedenken. Somit dürfen wir uns hier auf Kammermusik vom Feinsten in großartigen Besetzungen freuen, darunter die Liebeslieder-Walzer op. 52 und das Klavierquintett op. 34. Als Mitglied der GdF erhalten Sie Karten zum ermäßigten Preis von € 15 (Karten erhältlich am Empfang des Hospitalhofes von Mo bis Fr, 10 bis 18 Uhr, nur Barkauf möglich, Restkarten ggf. auch an der Abendkasse).

Am gleichen Tag, dem 1. Oktober, hat auch die nächste Hochschul-Produktion im Wilhelma Theater Premiere: Nach der großartigen „La Wally“-Opernproduktion vor der Sommerpause steht nun wieder der Schauspiel-Studiengang auf der Bühne. Mit Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“ erwartet uns hier wieder einmal ein wahrer Schauspiel-Klassiker, auf den man sich garantiert freuen darf! Die Regie liegt in den Händen von Alexander Marusch, die Dramaturgie übernimmt Wilhelma-Theater-Intendantin Franziska Kötz. Und damit man sich nicht zwischen Brahm’scher Kammermusik und Kleist’schen Lustspiel entscheiden muss: Bis zum 3. Dezember gibt es noch viele Möglichkeiten den Stuttgarter Schauspiel-Nachwuchs in diesem Stück zu erleben (7., 8., 22., 27., 28.10.; 12., 24., 25.11. & 3.12., jeweils um 19.30 Uhr).
    
Am Sonntag, dem 2. Oktober kann man um 19.00 Uhr im Konzertsaal der Musikhochschule dann noch ein sehr außergewöhnliches Programm erleben: Unter dem Titel „Gruss an S. – Eine Reminiszenz an Oskar Schlemmer“ hat die Schlagzeugklasse der HMDK unter der Leitung von Augustin Lipp und Prof. Klaus Dreher ein spannendes Programm zusammengestellt, das im Rahmen des Festivals „Moved by Schlemmer“ der Staatsgalerie Stuttgart aufgeführt wird und bei dem Werke wie Heinz Holligers Voi(es)x métallique(s) für einen unsichtbaren Schlagzeuger oder Gruß an S. – Der Dichter spricht für zwei  Frauenstimmen, vier Schlagzeuger und Fernklavier von Klaus Sebastian Dreher zur Aufführung kommen.

Dies sind wieder nur einige sehr wenige Veranstaltungen aus dem enorm großen und vielfältigen Angebot der Hochschule, die ich hier herausgreife. Vieles mehr finden Sie in der beiliegenden Programmbroschüre, die wie auch dieses Rundschreiben wieder von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus den Reihen der GdF-Mitglieder konfektioniert wurde. Hierfür möchten wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bedanken, denn ohne diese freiwilligen helfenden Hände kämen unsere Rundschreiben nicht zu Ihnen. Wer Lust und Zeit hat, hier mit zu unterstützen und regelmäßig beim Versand zu helfen, kann sich gerne bei Frau Mezger melden (Tel. 0711-212-4631/-36, gertrud.mezger(at)hmdk-stuttgart(dot)de), sie stellt dann gerne einen direkten Kontakt her. Unterstützung wird hier immer gebraucht!

Zuletzt möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass der Geiger Kolja Lessing, der seit 2000 Professor an unserer Hochschule ist, kürzlich mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde – eine große Ehre und wunderbare Auszeichnung, zu der wir herzlich gratulieren.    

Herzliche Grüße 

Dr. Stefan Völker
Vorsitzender

Hilfsprogramm der Ernst von Siemens Musikstiftung und der GdF

„Als einziger indischer Student an der HMDK Stuttgart ist es nicht nur schwierig, sondern fast unmöglich in Stuttgart zu leben. Ich bin so dankbar, dass ich diese Nothilfe erhalten habe.“
(Frazan Kotwal)


Mariam Aloyan, Theresia Schmalian und Frazan Kotwal sind drei der derzeit siebzig Studierenden, die sowohl von dem Hilfsprogramm der Ernst von Siemens Musikstiftung als auch von dem Spendenaufruf der Gesellschaft der Freunde der HMDK Stuttgart finanzielle Unterstützung in ihrer durch die Corona-Pandemie individuellen Notsituation gefördert wurden. Mit jeweils knapp 40.000 € haben die Ernst von Siemens Musikstiftung und die Gesellschaft der Freunde finanziell in Not geratene Musikstudierende in Stuttgart unterstützt. Ein Spendenaufruf, der durch Hochschulprofessorinnen und -professoren initiiert wurde und innerhalb von wenigen Wochen auf große Resonanz gestoßen ist. Zur Freude der Studierenden, die mit 80.000 € sofortige Hilfe erfahren durften.

Sowohl die armenische Sopranistin Mariam Aloyan, der indische Bariton Frazan Kotwal als auch die deutsche Fagottistin Theresia Schmalian sind allein durch die vielfältige Konzert- und Kulturszene in Stuttgart und in der Region sehr gut eingebunden und vernetzt. Durch die Absage aller Konzertveranstaltungen, die sich ja nicht auf den Zeitraum der letzten drei Monate beschränkt, sondern auch für die kommenden Monate auswirken wird, fehlt die Grundlage für die Bewältigung der Lebenshaltungskosten. „Als einziger indischer Student an der HMDK ist es nicht nur schwierig, sondern fast unmöglich in Stuttgart zu leben. Ich bin so dankbar, dass ich diese Nothilfe erhalten habe“, so der Bariton Frazan Kotwal. Stellvertretend sind alle drei Studierenden für das Hilfsprogramm der Ernst von Siemens Stiftung und der Gesellschaft der Freunde dankbar, sodass zumindest die Miet- und Lebenshaltungskosten für einen gewissen Zeitraum finanziert sind. Aufgrund der noch nicht absehbaren Entwicklung bleibt die Situation auch nach der einmaligen Unterstützung prekär und angespannt, denn die Kulturszene fährt nur allmählich und sehr vorsichtig hoch. Da der Kulturbereich im Rahmen des Lockdowns als erstes geschlossen und als letztes geöffnet wird, trifft in allererster Linie unsere internationalen Studierenden finanziell sehr hart. Wenn Sie die Situation langfristig entspannen möchten, haben Sie die Möglichkeit, einmalig sich über eine Spende bei der Gesellschaft der Freunde zu engagieren, oder sich langfristig als Freundin und Freund für die Studierenden der HMDK Stuttgart zu engagieren. Möglich ist dies unter: Gesellschaft der Freunde der HMDK e.V.: IBAN: DE55 6005 0101 0002 0511 98, Verwendungszweck: Hilfe für Studierende; www.gdf.hmdk-stuttgart.de.

Das Hilfsprogramm für Musikstudierende wird finanziert von der