Mitglieder-Information – Dezember 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Förderer
der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart!

Im vergangenen Mitglieder-Rundschreiben hatten wir Sie noch sehr optimistisch auf schöne Veranstaltungen an unserer Hochschule hingewiesen, die dann leider aufgrund der aktuellen Infektionslage und der daraus resultierenden Verordnungen doch nicht mit Publikum stattfinden konnten.

Dennoch ist es aber so, dass der Betrieb an der Hochschule weitergeht. Unterricht ist erfreulicherweise möglich, Prüfungen können abgehalten werden. Und: Die Hochschule versucht auch unter den aktuellen Bedingungen, weiterhin kreative Inhalte ihren Freunden und Förderern zugänglich zu machen! Unter der Mut machenden Überschrift „Positives in Zeiten der Pandemie“ werden in einer Art Corona-„Fundecke“ auf der Hochschul-Webseite Texte, Kompositionen oder neue wissenschaftliche Impulse gesammelt und vorgestellt: https://www.hmdk-stuttgart.de/corona-covid-19/positives-in-zeiten-der-pandemie/

Diese Seite ist wahrlich eine Fundgrube und ein „work in progress“. Sie gibt Studierenden und Lehrenden der HMDK Stuttgart die Möglichkeit, neue Erkenntnisse, andere Zugänge und den anderen Blick auf Altvertrautes mit Ihnen zu teilen. Es lohnt sich vorbeizuschauen – und auf diesem Weg diese konzert- und veranstaltungsarme Zeit zu überbrücken!

So findet sich hier zum Beispiel eine sehr interessante Höranalyse-Präsentation von Dr. Cordula Pätzold (seit 2001 Dozentin für Hörerziehung inkl. Musiktheorie an der Musikhochschule Stuttgart), die einige Einblicke in den Online-Unterricht gewährt. Außerdem wird das spannende deutsch-ukrainisches Kunst- und Bildungsprojekt „BACH verbindet!“ präsentiert, das die Open Opera Ukraine gemeinsam mit der Nationalen Peter Tschaikowski-Musikakademie der Ukraine (NMAU Peter Tschaikowskis) sowie der HMDK Stuttgart realisiert hat. Und ein mehrteiliges Video-Portrait des Ludwig van Beethoven Instituts der mdw Wien erinnert an den wichtigen Musikpädagogen Peter Heilbut, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.Wir hoffen sehr, dass wir Sie ganz bald auch wieder auf Veranstaltungen der Hochschule hinweisen und zu diesen einladen können. Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und vor allem auch eine schöne Adventszeit, auch wenn diese 2020 sicherlich sehr anders ausfallen wird als wir es kennen und lieben.

Bleiben Sie gesund
mit herzlichen Grüßen

Dr. Stefan Völker
Vorsitzender

Hilfsprogramm der Ernst von Siemens Musikstiftung und der GdF

„Als einziger indischer Student an der HMDK Stuttgart ist es nicht nur schwierig, sondern fast unmöglich in Stuttgart zu leben. Ich bin so dankbar, dass ich diese Nothilfe erhalten habe.“
(Frazan Kotwal)


Mariam Aloyan, Theresia Schmalian und Frazan Kotwal sind drei der derzeit siebzig Studierenden, die sowohl von dem Hilfsprogramm der Ernst von Siemens Musikstiftung als auch von dem Spendenaufruf der Gesellschaft der Freunde der HMDK Stuttgart finanzielle Unterstützung in ihrer durch die Corona-Pandemie individuellen Notsituation gefördert wurden. Mit jeweils knapp 40.000 € haben die Ernst von Siemens Musikstiftung und die Gesellschaft der Freunde finanziell in Not geratene Musikstudierende in Stuttgart unterstützt. Ein Spendenaufruf, der durch Hochschulprofessorinnen und -professoren initiiert wurde und innerhalb von wenigen Wochen auf große Resonanz gestoßen ist. Zur Freude der Studierenden, die mit 80.000 € sofortige Hilfe erfahren durften.

Sowohl die armenische Sopranistin Mariam Aloyan, der indische Bariton Frazan Kotwal als auch die deutsche Fagottistin Theresia Schmalian sind allein durch die vielfältige Konzert- und Kulturszene in Stuttgart und in der Region sehr gut eingebunden und vernetzt. Durch die Absage aller Konzertveranstaltungen, die sich ja nicht auf den Zeitraum der letzten drei Monate beschränkt, sondern auch für die kommenden Monate auswirken wird, fehlt die Grundlage für die Bewältigung der Lebenshaltungskosten. „Als einziger indischer Student an der HMDK ist es nicht nur schwierig, sondern fast unmöglich in Stuttgart zu leben. Ich bin so dankbar, dass ich diese Nothilfe erhalten habe“, so der Bariton Frazan Kotwal. Stellvertretend sind alle drei Studierenden für das Hilfsprogramm der Ernst von Siemens Stiftung und der Gesellschaft der Freunde dankbar, sodass zumindest die Miet- und Lebenshaltungskosten für einen gewissen Zeitraum finanziert sind. Aufgrund der noch nicht absehbaren Entwicklung bleibt die Situation auch nach der einmaligen Unterstützung prekär und angespannt, denn die Kulturszene fährt nur allmählich und sehr vorsichtig hoch. Da der Kulturbereich im Rahmen des Lockdowns als erstes geschlossen und als letztes geöffnet wird, trifft in allererster Linie unsere internationalen Studierenden finanziell sehr hart. Wenn Sie die Situation langfristig entspannen möchten, haben Sie die Möglichkeit, einmalig sich über eine Spende bei der Gesellschaft der Freunde zu engagieren, oder sich langfristig als Freundin und Freund für die Studierenden der HMDK Stuttgart zu engagieren. Möglich ist dies unter: Gesellschaft der Freunde der HMDK e.V.: IBAN: DE55 6005 0101 0002 0511 98, Verwendungszweck: Hilfe für Studierende; www.gdf.hmdk-stuttgart.de.

Das Hilfsprogramm für Musikstudierende wird finanziert von der